Luxemburger Wort
14 Juli 2007

Behindertengerecht

In ihrem Leserbrief "Eine behindertengerechte Stadt" (7. Juli) schlägt Reine Thomé vor, die Höhenunterschiede bei Bordsteinkanten komplett zu beseitigen. Diese Lösung mag zwar für Rollstuhlfahrer von Vorteil sein, stellt jedoch für blinde und sehbehinderte Menschen ein ernstes Risiko dar. Ich, selbst blind, vermag nicht den Unterschied zwischen Bürgersteig und Straße zu erkennen, wenn kein Höhenunterschied vorhanden ist. Bereits jetzt gibt es mehrere Stellen in der Stadt, bei denen kein Höhenunterschied vorhanden ist und es vorkommen kann, dass ich mich unbeabsichtigt auf der Straße wiederfinde.

Ein Höhenunterschied von 3 cm kann von einem Rollstuhlfahrer gemeistert werden und stellt für einen Blinden oder Sehbehinderten ein ausreichendes Merkmal zur Unterscheidung von Bürgersteig und Straße zur Verfügung.

Josiane Rommes