Laos

Als erstes will ich mich ganz herzlich bei den Soroptimisten Melusina in Luxemburg bedanken, die mir geholfen haben, meinen Wunsch, Blindenführhundhalterin zu werden, zu realisieren. 1995 hat dieser Club Geld gesammelt, um die Ausbildung meines Hundes zu finanzieren.

Laos im Führgeschirr

1996 bekam ich meinen ersten Blindenführhund, einen blonden Labrador Retriever namens Laos, der in der folgenden Blindenführhundschule in Frankreich ausgebildet wurde:

Les Chiens Guides d'Aveugles d'Ile de France
3 Rue Eugène Dorlet
F-77170 Coubert
(Coubert ist ein Vorort von Paris)

Laos wurde am 29. Januar 1994 in Coubert geboren. Nach der Entwöhnung von der Muttermilch kam er in eine Patenfamilie, wo er Umgänglichkeit, gute Manieren und Stubenreinheit beigebracht bekam. Man begann mit dem Gehorsamkeitstraining. Nach einem Jahr kehrte er in die Blindenführhundschule zurück, wo er seine Ausbildung machte.


Laos und ich im Garten

Laos hatte ich von Juni 1996 bis April 2004. Wir spielten viel miteinander. Sein Ausbilder hatte mir am Anfang gesagt, dass Spielen eine gute Methode ist, um seinen Hund besser kennen zu lernen und um herauszufinden, was seine Wünsche sind. Er mochte mit dem Ball spielen, Tau ziehen, herumtoben und seine Leine selber tragen. Sein Lieblingsspielzeug war ein großer, gelber Igel. Schwimmen im Fluss war auch eine seiner Lieblingsbeschäftigungen. Wenn jemand uns besuchte, nahm er irgendwas in die Schnauze, um es zu zeigen und zu sagen: "Komm, spiel mit mir!"

Leider musste ich Laos am 16. April 2004 nach seinem zweiten Schlaganfall einschläfern lassen. Ich werde ihn immer in guter Erinnerung behalten.


Es folgt ein Film, der den Blindenführhundverein in Luxemburg vorstellt. In diesem Film ist Laos auch zu sehen.